Chronik

Gründung

Feuerwehrgerätehaus 21.10.1964
Kusterer P., Baum E., Dworski H., Traub L., Schmid K., Trollmann A.

Der 25. Mai 1877 ist der Geburtstag der Landshausener Feuerwehr.

Die Königlich Bayerischen Bezirksämter hatten in jenen Jahren darauf hingewiesen, Feuerwehren (das heißt Selbstschutzorganisationen) aufzustellen.

 

Gründungsmitglieder der Landshausener Feuerwehr:

  • Vorstand: Ulrich Wörner (Bürgermeister von Landshausen)
  • Kommandanten: Leonhard Lipp und Andreas Wörner
  • Mannschaft: Michael Wörner, Paul Balimann, Michael Hayn, Melchior Kehrle, Anton Barnsteiner, Georg Rehm, Josef Horsch, Augustin Karg, Ulrich Weigel

 

Nach der Gründung verfügte die Wehr über drei Schläuche, zwei Einreißhaken und eine Stützstangenleiter.

Die Jahre 1890-1968

Übergabe des Löschfahrzeuges am 21.10.1964

Um 1890 erhielt die Wehr eine Handdruckspritze. Zur selben Zeit wurde auch die erste Wasserversorgung gebaut mit fünf Zapfstellen zum Füllen des zur damaligen Zeit schon modernen Löschgerätes. Zur Unterbringung der Löschgeräte wurde ebenfalls um die Jahrhundertwende das erste Gerätehaus errichtet.

 

Im Kriegsjahr 1940 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Landshausen als damalige Stützpunktwehr für das obere Bachtal als erste Wehr in diesem Raum eine TS 8/8 mit einem DKW-2-Taktmotor. Mit Wasserkühlung befestigt, war das zu der Zeit das modernste Gerät auf einem Anhänger.

Unter Bürgermeister Egenberger und Kommandant Willi Greiner wurde im Jahre 1949 in Gemeinschaftsarbeit vieler Feuerwehrmänner und Bürger das alte Gerätehaus erbaut.

Nach den Nachkriegskommandanten Willi Greiner und Georg Lanzinger übernahm Johann Wickmair als Kommandant die Wehr.

 

Gegen Ende der 50-er Jahre, in der die Wehr schon einen hohen Ausbildungsstand hatte, wurde mit den Leistungsübungen begonnen und im Jahre 1961 gab es eine TS 8/8 mit VW-Motor. 1964 war die FFW Landshausen die erste motorisierte Wehr im Bachtal mit dem LF 8 der Marke Opel mit Vorbaupumpe.

Beim nebenstehenden Gruppenbild anlässlich der Übergabe des Löschfahrzeuges am 21.10.1964 waren dabei: Schmidt Karl, Kimmel Willi, Trollmann Alois, Fischer Heinz, Wunderle Georg, Horsch Albert, Horsch Otto, Konrad Johann, Stocker Werner, Kurz Erich, Gutmair Adolf, Wickmair Georg, Kusterer Philipp, Fischer Wolf­gang, Kling Josef, Rieß Hermann, Traub Ludwig, Rieß Martin, Gesell Johann, Baum Engelbert, Ertle Georg, kniend: Uhl Xaver, Wickmair Johann.

Die Jahre 1969-1981

Die FFW Landshausen 1977
Festdamen 1977: hinten: Maria Konrad, Klaudia Horsch, Angelika Kestel Mitte: Martina Hihler, Gabriele Imminger, Karin Rink, Marianne Horsch, Evi Schmidt, Marieluise Uhl, Karin Engelmaier, Ilona Horsch sitzend: Pia Kestel, Angelika Kling
Fahrzeugübergabe bei der Fa. Ziegler. von links nach rechts hinten: Martin Rieß, Bruno Pogorzelski, Paul Huber, Hans Uhl vorne: Otto Horsch, Walter Schießle, Franz Uhl, Adolf Gutmaier, Werner Stocker, Johann Wickmair, Bürgermeister Karl Schmidt

Im Jahre 1969 wurde der langjährige Kommandant Johann Wickmair (seit 1953) und damalige Kreisbrandmeister zum Kreisbrandinspektor des Landkreises Dillingen gewählt und nach dem Vollzug der Landkreisreform 1973 zum Kreisbrandrat.

 

Von 1969 an lag die Landshausener Wehr in den Händen von Otto Horsch.

 

Ein großes Ereignis für die Gemeinde Landshausen war die 100-jährige Gründungsfeier mit Fahnenweihe der FFW Landshausen vom 9. bis 12. Juni 1977.

 

Mit 80 teilnehmenden Vereinen war es das größte Fest bis dahin in der Gemeinde Landshausen. Dieses zeigt sich nicht nur an der Größe des Festumzuges sondern auch am Umsatz. Es wurden 100 hl Bier ausgeschenkt. Vom Gewinn wurde der größte Teil zur Beschaffung von Funkgeräten an die Gemeinde abgegeben.

 

Festprogramm 100-jähriges Grundjubiläum 

 

Donnerstag

19.30 Uhr

Festabend mit der Festkapelle

 

Freitag

20.00 Uhr

Ehrungen durch den Vizepräsident des

Deutschen Feuerwehrverbandes

Ansprachen - Unterhaltungsmusik

Bunter Abend mit der Kapelle Erich Erber

 

Samstag

17.00 Uhr

Hilde Ott mit Thomas Wendlinger und

Humorist Georg Blädel

Geräteschau auf der Ringstraße - Es können

20.00 Uhr

die modernsten Lösch- und Rüstfahrzeuge besichtigt werden.

Heimatabend Eintritt frei!

 

Sonntag

8.30 Uhr

Es wirken mit: Festdamen, Karateclub Giengen,

Liederkranz Landshausen

Verlosung wertvoller Preise

Festgottesdienst im Zelt mit Fahnenweihe

12.30 Uhr

Festzug

18.00 Uhr

Verteilung der Erinnerungsteller

20.00 Uhr

Tanz im Zelt mit dem Sextett „Frisch voran"

 

Am 05.06.1981 war die Übernahme des neuen Löschgruppenfahrzeuges bei der Firma Ziegler in Giengen.

Die Jahre 1982-1999

Bürgerhaus Landshausen
1. Reihe (vorn von links): Gesell Bernhard, Neumann Tobias, Leder Martin, Schießle Markus, Horsch Andreas 2. Reihe (hinten von links): GF Horsch Dieter, Lingel Matthias, Huber Stefan, Greiner Alexander, Leder Stefan, Rehm Gernot, Mirk Lazlo, Kindsvater
Leistungsprüfung 1996
Jugendleistungsprüfung 1999
Tag der offenen Tür 1997

Im Jahre 1985 trat Werner Stocker das Amt des 1. Kommandanten an, das er bis zum heutigen Tag ausübt.

 

Otto Horsch wurde 1985 zum Ehrenkommandanten ernannt. Danach übte er das Amt des Kreisbrandmeisters bis zu seinem 60. Lebensjahr (1995) aus. Nachfolger zum Kreisbrandmeister wurde der 2. Kommandant der FFW Landshausen Bruno Pogorzelski.

 

Am 25.08.1990 wurde die FFW Landshausen mit dem schweren Rettungssatz aus­gestattet.

 

Die vielseitige Arbeit der Wehr erforderte den Bau eines neuen Gerätehauses, um Mannschaft und Material, das sich in den Jahren ansammelte, unterzubringen. Nach vielen Diskussionen mit der Gemeinde und den Vereinen beschloss man gemeinsam den Bau eines Bürgerhauses. Der Bau begann 1990 und endete am 13.09.1992 mit der Einweihung.

 

Rund 5000 freiwillige Arbeitsstunden haben die Mitglieder der verschiedenen Vereine

für das Projekt Bürgerhaus geleistet.

 

Beim Richtfest ehrte Bürgermeister Bernd Steiner für besonderen Einsatz und Engagement Ehrenkreisbrandrat Johann Wickmair, Kreisbrandmeister Otto Horsch, Ludwig Traub, Georg Ertle und Manfred Pflügel.

 

In dem neu erbauten Bürgerhaus hat die Freiwillige Feuerwehr Landshausen ihr Gerätehaus mit Kameradschaftsraum. Genutzt wird es ferner noch von Gesangsverein, Faschingsverein, Reservistenkameradschaft, Siedlerbund und der Kirchengemeinde.

 

Im November 1995 wurde - wie in vielen Wehren im Landkreis - eine Jugendfeuerwehr gegründet. 
Diese wurde von Horsch Rainer und Horsch Dieter geleitet.

 

Im Mai 1996 musste man sich, da die Landshausener Wehr über einen sogenannten Rettungssatz verfügt (Rettungsschere und Spreizer), in einem Leistungstest bei der technischen Hilfeleistung bewähren.

Die FFW Landshausen war mit der Lauinger Feuerwehr die erste im Landkreis, welche die neue Leistungsprüfung erfolgreich hinter sich gebracht hat. Bestanden haben zwei Löschgruppen der FFW Landshausen.

 

Am Lichtmast

Pflügel Manfred, Wallenschus Wilfried

 

Prüfer

Kreisbrandmeister Geis Werner

 

Gruppenführer

Uhl Franz

 

Rettungsschere

Hierat Dieter

 

Pulverlöscher, Kübelspritze

Trollmann Ulrich, Hirschbolz Bernhard

 

Spreizer

Uhl Hans

 

Motorpumpe

Lingel Franz

 

Stromerzeuger

Rieß Martin (hinter dem Fahrzeug)

 

Die Gemeinde Syrgenstein beschaffte alle nötigen Ausrüstungsgegenstände und somit stand der Ausbildung der jungen Feuerwehranwärter nichts mehr im Wege. Im Juli 1999 trat die Jugendfeuerwehr mit Jugendwart Traub Markus und Schirrrmann Lothar zum Jugendleistungsabzeichen in Unterliezheim. Die Gruppe, bestehend aus Huber Armin, Huber

Benjamin, Leder Martin, Lingel Florian, Neumann Tobias, Schießle Markus,

Schwiderski Björn, Uhl Florian legte die Prüfung mit Erfolg ab.

 

Die verschiedenen Einsätze und Aufgaben der Landshausener Wehr machten die Anschaffung eines zweiten Fahrzeuges notwendig. Aus eigenen Mitteln erwarb man einen gebrauchten Transporter, mit Unterstützung der Gemeinde wurde er zum Mehrzweckfahrzeug im Mai 1996 umgerüstet.

 

Am 14.09.1997 feierte die Wehr ihr 120-jähriges Bestehen mit einem »Tag der offenen Tür« mit gemütlichem Beisammensein. Hier konnten sich die Bürger über Fahrzeuge und Geräte informieren. Es gab Filmvorführungen und die kleinen Gäste konnten schon mal das Löschen üben. Hauptattraktion war eine Vorführung mit einem brennenden Pkw, wobei die Zusammenarbeit der Ausrückgemeinschaft Bachhagel, Syrgenstein, Landshausen gezeigt wurde.

Die Jahre 2000-2014

125-jähriges Bestehen
125-jähriges Bestehen
Otto Horsch
Fahrzeugübergabe bei der Firma Ziegler
Fahrzeugweihe des HLF 20/16
Fahrzeugübergabe bei der Firma Furtner und Ammer
Fahrzeugweihe des Mehrzweckfahrzeugs

Im Januar 2001 wurde ein Anhänger für das Mehrzweckfahrzeug beschafft, um die Schlagkraft der Wehr zu erhöhen. 
Dieser Wurde von der Wehr selbst ausgebaut und ist heut zur Technischen Hilfeleistung verfügbar.

 

Bei der Generalversammlung im April 2001 wurde die Gründung eines eingetragenen Vereins einstimmig angenommen

 

Im Mai 2002 feiert die Feuerwehr Landshausen ihr 125 Jähriges Bestehen, dies wurde  3 Tage gefeiert.
Das Fest fand in der Halle der Firma Getränke Helget statt.

 

Im Juni 2002 wurde die alte TS-8/8 durch eine neue TS-8/8 Ultra Power ersetzt.

Nach 18 Jahren wurde Stocker Werner durch Horsch Rainer abgelöst.

Werner Stocker wurde für seine Verdienste um die Wehr zum Ehrenkommandanten ernannt.

 

Am 16.12.03 verstarb im alter von 68 Jahren unser Alt-Ehrenkommandant Otto Horsch nach 50järigen Dienst im Feuerwehrwesen

 

Im Jahr 2006 wurde das 25 Jahre alte LF 8 durch das neue HLF 20/16 abgelöst. Die Übergabe des neuen Fahrzeuges bei der Firma Ziegler fand am 26.06.06 statt. Am 17.09.06 fand die Fahrzeugweihe am Bürgerhaus Landshausen statt.An diesem herrlichen Tag wurde mit der Bevölkerung gefeiert und von den Wehren aus Syrgenstein, Bachhagel und HVO Bachtal wurde ein ein VU und Brand vorgeführt.Die FFW Landshausen bedankt sich bei allen, die zu diesem gelungenen Tag beigetragen haben.

 

Ein Tragkraftspritzenanhänger der durch Eigenleistung des Vereins der Wehr, ausgebaut und finanziert ( auch durch Spenden der Bevölkerung)  wurde im Mai 2009 in Dienstgestellt.

Der Ausbau dauerte mehr als 100 Arbeitsstunden.

 

2009 im November wurde ein neues Mehrzweckfahrzeug der Marke Ford  und Feuerwehrtechnischer Ausbau der Firma Furtner und Ammer in Dienst gestellt . Bei der Fahrzeugweihe in der Bachtalhalle bekam es den Göttlichen Segen.